Zinsen Inhaberschuldverschreibung

Inhaberschuldverschreibungen können ein lukratives Invest darstellen. Dabei steht die Höhe des offerierten Zinssatzes meist direkt im Verhältnis zum Risiko. Für einigermaßen sichere Anleihen z.B. vom deutschen Staat, wenn man das noch als sicher bezeichnen kann, gibt es dann auch nur 2-3 Prozent Zinsen.

Auf der anderen Seite sind viele Firmen in der Situation, ihr dringend notwendiges Kapital auf Grund strenger Kreditvergaberichtlinien nicht mehr von der Bank zu bekommen. Diese Firmen müssen sich das Geld über Inhaberschuldverschreibungen auf dem freien Markt beschaffen.

Beispiel Zinsen für Anleihen

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  • Reiseveranstalter Frosch Touristik (FTI) gab 2005 ein Schuldverschreibung zu 6,75 Prozent Zinsen und sammelte 30 Millionen Kapital
  • Duisburger PCC im Logistikbereich, fünfjährige Inhaberschuldverschreibung mit einem Zins von 7,25 Prozent

Natürlich sollte man sich niemals von den Zinsen locken lassen, sondern sachlich und nüchtern informieren, abwägen und für sich definieren, ob man bereit ist, ein gewisses Risiko einzugehen.

Nach der Pleite von Lehmann Brothers werden die Banken noch genauer auf die Risiken von Inhaberschuldverschreibungen (Zertifikaten) hinweisen. Ein klarer Vorteil für den Kunden. Damals waren auch in Deutschland Anleger, die Zertifikate von Lehman erworben hatten, leer ausgegangen.