Inhaberaktien

Wie bei den Inhaberschuldverschreibungen ist auch für den Handel mit Inhaberaktien nur deren Besitz ausreichend. Sofort beim Kauf der Inhaberaktien erfolgt die Übertragung der Rechte.

Früher wanderte die Aktie als körperliches Wertpapier wirklich in den Tresor. Heute besitzen Sie die Aktie nur virtuell, als Buchungssatz in Ihrem Aktiendepot. Rechtlich ist das dem Papier gleichgestellt.


In Deutschland ist die Inhaberaktie der Standardfall. Das Gegenstück, die Namensaktie ist nur noch selten in den Depots zu finden. Es gibt zwischen beiden Aktientypen, neben dem Hauptunterschied des namentlichen Besitzverhältnisses im Gegensatz zum anonymen Besitz, einige weitere sich daraus ergebende Konsequenzen.

Die Inhaberaktien sind unkompliziert handelbar, können gekauft und verkauft werden. Bei einer Namensaktie müssten die Besitzurkunden umgeschrieben werden und Änderungen im Register der Aktiengesellschaft erfolgen. Meist befinden sich die Namensaktien einer Gesellschaft im Besitz weniger juristischen Personen, die eng mit dem Unternehmen verbunden sind.

Für eine Aktiengesellschaft kann es durchaus ein Vorteil sein, im Falle der Namenaktien zu wissen, wer wie viele Anteile an der Gesellschaft hält. Im angenommenen Fall, alle ausgegebene Aktien sind Inhaberaktien, besteht die Gefahr einer feindlichen Übernahme, indem ein Interessent den Markt leer kauft. Besitzt der Käufer die Mehrheit der Aktien, sind damit Stimmanteile verbunden und ein Einfluss auf Unternehmensentscheidungen vorprogrammiert.